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Abstracts
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Marina
Delgrande Etienne
Maffli |
«Trends
im Profil der Klienten und Klientinnen der Suchthilfe: Ergebnisse des
Monitoringssystems act-info » Das
2004 eingeführte Monitoringsystem act-info ist das Ergebnis der
Harmonisierung der fünf bestehenden Teilstatistiken im Bereich der
Suchthilfe. Die laufende Datenerhebung zu den Klientinnen und Klienten
des Suchthilfesystems stellt eine wichtige Informationsquelle für
den Bereich des Substanzmissbrauchs dar. Diese soll unter anderem die
Identifizierung von Tendenzen in den betroffenen Populationen
hinsichtlich der Problemsubstanzen und der Charakteristiken der
betroffenen Personen erlauben. Unter
Berücksichtigung der methodischen Herausforderungen wird der
Vortrag zunächst auf die Entwicklung der Aufnahmen je nach
Hauptproblemsubstanz eingehen. Die Trends hinsichtlich der Konsummuster
(Einnahmefrequenz, Alter zu Beginn des Problemkonsums,
Injektionsverhalten) sowie hinsichtlich des soziodemographischen
Profils werden dann für die einzelnen Problembereiche
aufgezeichnet. Schliesslich werden behandlungsbezogene Aspekte,
insbesondere die Umstände der Behandlungsbeendigung beleuchtet.
Die vorgestellten Ergebnisse basieren hauptsächlich auf den
act-info-Erhebungen der Jahre 2004 bis 2007. Vergleichbare Daten der
Jahre vor der Harmonisierung der Teilstatistiken werden teilweise auch
herangezogen, damit längere Zeiträume berücksichtigt
werden können.
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| Franziska
Eckmann |
«Suchtbehandlung
in Abhängigkeit. Die Entwicklung von Konsum, Zuweisung und
Behandlungsangebot» Dass
in erster Linie fachliche, evidenzbasierte Kriterien die
Suchtbehandlungen und die Angebotsentwicklung leiten, ist wohl eher
Wunsch als Realität. Die Behandlungsangebote sind abhängig
von verschiedenen anderen Einflussfaktoren, welche die Inhalte wie auch
die Organisationen massgeblich prägen. Zuerst waren es v.a. die
stationären Angebote im illegalen Bereich, welche bereits seit
mehr als 10 Jahren mit immer neuen Anforderungen von Seiten der
Behörden und Zuweiser konfrontiert waren, mit etwas
Verzögerung ist auch der ambulante und der legale
Behandlungsbereich - wenn auch mit etwas anderen Vorzeichen - mit
den ähnlichen Mechanismen konfrontiert.
Verändert
hat sich in den letzten Jahren zum einen das Konsumverhalten der
KlientInnen. Verzeichnet wird u.a ein Rückgang des Opiatkonsums,
welche ebenfalls am gestiegenen Durchschnittsalter der KlientInnen
feststellbar ist, und zwar sowohl in den stationären
Therapien, den Methadonprogrammen als auch den Heroingestützten
Behandlungen. Die Behandlungsantworten auf den Konsum der verschiedenen
Substanzen unterscheiden sich in Bezug auf das Setting wie auch in der
zeitlichen Dimension und wirken sich somit auf die Nachfrage der
verschiedenen Therapieangebote aus.
Weitere
zentrale Einflussfaktoren der letzten Jahre sind das
Zuweisungsverhalten der traditionellen Platzierer (Sozialdienste,
Beratungsstellen), aber auch die veränderten Vorgaben von
Behörden, welche den Zugang zu den Therapien massgeblich steuern,
u.a. durch Therapiezeitbeschränkungen, Platzierungen innerhalb der
Kantone sowie die finanzgeleitete Berücksichtigung von
Therapieeinrichtungen. Veränderungen
bei der Klientel wie auch in der Zuweisungspraxis bewirken, dass die
Behandlungsangebote ihre Konsequenzen ziehen. Therapieschliessungen,
Konzeptanpassungen, Umorientierung bezüglich Zielgruppen (u.a. weg
vom Suchtbereich) und der Aufbau von Angeboten, welche andere ambulante
oder stationäre Therapieangebote wiederum neu konkurrenzieren,
beeinflussen und verändern die Suchtbehandlungen massgeblich. |
| Michael
Schaub |
«Behandlung
von Kokainabhängigen – Angebote, Probleme und
Nachfragen» HINTERGRUND:
Die Anzahl an Behandlungsanfragen aufgrund von Kokainabhängigkeit
haben in der Schweiz in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die
meiste Forschung zu Ansätzen zur Behandlung von
Kokainabhängigkeit stammt aber aus den USA und längst nicht
alle Ansätze aus den USA lassen sich auf schweizerische
Verhältnisse adaptieren. Deshalb wurde das Projekt Glossar zu
Kokainbehandlungen im Jahre 2005 ins Leben gerufen, welches auf
Literaturübersichten und Erfahrungen von Behandelnden basiert.
METHODE:
Zur Erhebung der gegenwärtigen Anwendungen von und den in diesem
Zusammenhang gemachten Erfahrungen und Problemen mit
Behandlungsansätzen wurde im Sommer 2008 eine Umfrage
durchgeführt. Dazu wurde ein online Fragebogen für 327
Behandelnde aus spezialisierten Behandlungsstellen zu gängig
gemacht, der ihre Erfahrungen mit den im Glossar beschriebenen
Behandlungsansätzen erhob.
RESULTATE:
Von den angewandten psychotherapeutischen Ansätzen wurden am
meisten die kognitiv-behavioralen und die systemischen angegeben. Im
Widerspruch zu aktuellen Forschungsergebnissen wurde am meisten
Methylphenidat und seltener Modafinil verordnet. Wobei die Kombination
von kognitiv-behavioralen Ansätzen mit Methylphenidat am
gebräuchlichsten war. Als wichtigster Anpassungsbedarf bei den
gegenwärtigen Behandlungsangeboten wurde die Ermöglichung von
einem schnellen Hilfezugang sowie die Erleichterung von kurzfristigen
Hospitalisationen bei Kriseninterventionen angeführt.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Erste Schritte zur Adaption von Behandlungsansätzen für
Kokainabhängige wurden unternommen und erste Probleme im
untersuchten Behandlungssystem identifiziert. Bis für die Schweiz
geeignete, aktuelle Behandlungsansätze bereit stehen, bedarf es
weiterhin intensiver interdisziplinärer Zusammenarbeit. |
| Françoise
Dubois-Arber |
«Konsummuster
und Situation der Konsumierenden in den niederschwelligen Angeboten der
Schweiz: neue Herausforderungen» Les
structures à bas seuil d’accès ont
été développées dans le courant des
années 1980, principalement sous la pression de
l’épidémie du VIH/sida et des hépatites.
Elles offraient – et offrent toujours - une palette de services
facilement accessibles pour les consommateurs de drogues, sans que
ceux-ci soient obligés d’entrer dans une démarche
thérapeutique : remise de matériel d’injection
stérile, espaces de consommation, petits soins de base, petits
jobs, repas, lieu de repos, douches, etc. Les personnes
dépendantes qui fréquentaient ces lieux se trouvaient en
général en situation de grande précarité,
désinsérées socialement, et hors de tout
accès aux soins liés à la dépendance et au
VIH/sida. Des
enquêtes répétées dans ces structures,
destinées principalement à suivre
l’évolution de la situation sociale et des comportements
de consommation et de prévention du VIH /hépatites, ont
permis de constater des évolutions sensibles au sein de la
clientèle de ces structures. On a ainsi pu observer une
évolution du profil des usagers, de leurs pratiques de
consommation, des comportements préventifs, des rapports des
usagers avec les thérapies, que ce soit pour leur
dépendance ou pour les maladies infectieuses. Ces
évolutions doivent être prises en compte dans la
réflexion sur le devenir des structures de façon à
ce qu’elles s’adaptent mieux aux nouveaux profils et
besoins des usagers. |
Programm-Flyer
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